Monatsreflexion Februar
Aschermittwoch – nun beginnt die Fastenzeit. Sechs Wochen bis Ostern geht es um bewusste Innenschau, der Reflexion und des Innehaltens. Oft ist von Verzicht die Rede z.B. von Alkohol, Süßigkeiten, Konsumgütern oder anderen Dingen.
Ich möchte den Fokus und die Ausrichtung auf einen anderen Aspekt legen. Dem mentalen Fasten d.h. auf Reize, Gedankenmuster oder bestimmten Gewohnheiten zu verzichten. Das Ziel ist es Klarheit, Focus und innere Ruhe zu erlangen. In der Sprache des Nervensystems bedeutet dies, in einem ausgeglichenen ventral vagalen Zustand zu sein, jenseits von Über- oder Untererregulierung.
Wie kann konkret das mentale Fasten aussehen. Hier ein paar Möglichkeiten und Beispiele.
- Informations-Fasten
Weniger Input, mehr Klarheit.
- Bewusst Nachrichten schauen und hören
- Social Media nur zu festen Zeiten oder komplett verzichten
- Handy 1–2 Stunden am Tag abschalten
Unser Gehirn ist nicht dafür gebaut, 24 Stunden am Tag Reize zu verarbeiten. Es braucht Zeiten der Regeneration.
2. Negativitäts-Fasten
Bewusst keine destruktiven Gespräche oder Gedankenschleifen.
- Keine Bewertung bei sich selbst oder anderen vornehmen
- Stoppen von innerem Selbstabwertungen („Ich bin nicht gut genug“)
- Gedanken bewusst umformulieren: „Vom Entweder oder zum Sowohl als auch.“
3. Stille-Fasten
Reden reduzieren, Zuhören verstärken.
Ein Weg könnte sein:
- Einen halben oder ganzer Tag bewusst schweigen
- Allein spazieren gehen ohne Musik oder Handygespräche
- 10–20 Minuten täglich bewusst nichts tun
Stille hat nichts mit Leere zu tun, sie ist eine Form der inneren Zuwendung
4. Vergleichs-Fasten
Keine Bewertung von dir im Vergleich zu anderen.
Gerade durch Social Media wird das stark getriggert. Ein bewusster Abstand kann dein Selbstbild stabilisieren.
Dies sind alles Möglichkeiten und nicht eine zusätzliche To Do Liste, die dich unter Druck setzt. Hilfreich kann es sein, sich am Morgen einzustimmen auf den Tag und dann in die Welt gehen.
- Ein tägliches Mini Retreat könnte z:B. sein:
- die Natur in deiner Umgebung erforschen,
- ein kleiner Spaziergang,
- Dankbarkeit einüben,
- in eine andere Richtung jenseits des Gewohnten zu gehen.
Ich wünsche uns allen eine Zeit des Wandels , des Perspektivwechsels und dies als Bereicherung mit der Lust Neues zu entdecken.