Monatsreflexion März

Frühling
Der Frühling ist mehr als nur eine Jahreszeit.
Er ist ein Aufbruch. Ein leiser Neuanfang und eine echte Anpassungsleistung für dein Nervensystem.
Während draußen alles zu blühen beginnt, passiert auch in uns etwas. Unser Nervensystem stellt sich um – von Rückzug auf Bewegung, von Stille auf Aktivität. Das kann sich leicht anfühlen… oder auch herausfordernd. Unruhiger Schlaf, mehr Reizbarkeit oder das Gefühl, noch nicht ganz „mitzukommen“ – all das darf sein.
Vielleicht ist genau jetzt nicht die Zeit für Druck, sondern für Verbindung.
Mit den ersten helleren Tagen verändert sich mehr, als wir oft bewusst wahrnehmen:
Mehr Licht beeinflusst deinen Schlaf-Wach-Rhythmus (z. B. über Melatonin und Cortisol), steigende Temperaturen und Reize aktivieren dein System.
Das kann sich zeigen als:
– innere Unruhe oder erhöhte Aktivierung
– Müdigkeit trotz mehr Energie
– Stimmungsschwankungen
– ein Gefühl von „noch nicht ganz angekommen sein“
Dein Nervensystem pendelt sich gerade neu ein – zwischen Aktivierung (Sympathikus) und Regulation (Parasympathikus).
Was jetzt hilft:
Regelmäßigkeit und sanfte Orientierung im Außen.
Eine Möglichkeit
Such dir einen Naturbuddy.
Einen Baum, einen Park, einen Ort. Etwas, das jeden Tag da ist.
Besuche diesen Ort regelmäßig. Ohne Ziel. Ohne Erwartung.
Beobachte, wie sich die Natur verändert – und vielleicht auch, wie du dich veränderst.
Warum das wirkt ?
Wiederholung und vertraute Umgebungen signalisieren deinem Nervensystem Sicherheit.
Natürliche Reize (Licht, Geräusche, Farben) unterstützen dabei, dein System zu regulieren und wieder in Balance zu kommen.
Du gibst deinem Körper damit die Chance, den Übergang bewusst zu verarbeiten – statt einfach nur „mithalten zu müssen“.
Frühling bedeutet nicht, sofort aufzublühen.
Manchmal bedeutet er einfach, wieder anzufangen.
Du gibst deinem Körper damit die Chance, den Übergang bewusst zu verarbeiten – statt einfach nur „mithalten zu müssen“.
Mini-Impulse für deinen Alltag:
– Spüre mehrmals am Tag bewusst deine Füße auf dem Boden
– Lass deinen Blick weich werden und nimm deine Umgebung ohne Fokus wahr
– Atme länger aus als ein (z. B. 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus)
– Lehne dich für einen Moment an einen Baum oder eine Wand und spüre die Unterstützung
Frühling ist nicht nur ein Neubeginn.
Es ist ein langsames Erinnern daran,
wie Regulation sich anfühlt –
Nicht im Tun sondern im Spüren
Dein Nervensystem lernt in solchen Momenten:
Hier ist Halt.
Hier darf ich weich werden.